Webdesign für Künstler

Der Haptik gerecht werden

In einem künstlerischen Atelier wird schon mal gekleckst, es steht was rum, es liegt was brach. Eine Künstlerin oder der Künstler beherrscht dieses Chaos, riecht die Pigmente der Farben gern und fühlt sich im Dunst von Lösungsmitteln wohl. Er zwängt seiner Leinwand nichts auf, sondern lässt sie durch sein Schaffen hindurch wirken.

Illustration: Webdesign für Künstler | Fährmann zwischen analoger und digitaler Welt

Einem Kartoffeldruck beispielsweise verlangt er keinen Fotorealismus ab, sondern erwartet vom Betrachter ausreichend Bildung und Sachverstand, die mit diesem Werkzeug erbrachte Leistung richtig einschätzen zu können. Doch das allgemeine Verständnis dafür, dass unter den Rahmenbedingungen und Limits gewisser künstlerischer Disziplinen, Komposition, Emotion, Plakativität und Aussage zu erreichen, Meisterschaft erfordert – mit dem Material arbeiten, nennt man das – droht gerade verloren zu gehen.

Ein Webdesigner, der das Portfolio einer analog schaffenden Künstlerin oder eines Künstlers präsentieren soll, muss dieses Verständnis mitbringen. Dabei kann es nicht schaden, wenn er den Widerstand einer groben Leinwand unter dem Pinselstrich, das feine Kratzen von Kohle auf geschöpftem Papier oder das charakteristische Zischen einer Airbrush-Pistole, wenn sich der hauchdünne Nebel aus Farbe über die Oberfläche legt, aus eigener Erfahrung kennt; und wenn er schon mal etwas modelliert, Tubenfarben auf einer Palette angemischt, oder einen Rahmen aus Holz angefertigt hat, um so besser.

Die Seele des Analogen digital präsentieren

Beim Webdesign für Künstler zählt nicht nur die Effizienz einer in HTML abgebildeten Linkstruktur. Auch die textuelle Beschaffenheit dessen, was vermittelt werden soll, der Prozess, aus dem es entstanden ist, und die Magie dessen, was passiert, wenn empfindungsfähige Betrachter mit dem Ergebnis konfrontiert werden, sollte vollständig verinnerlicht sein.

Die analoge Welt ist haptisch, tiefgründig und voller Seele. Doch sobald so ein Werk auszieht, den digitalen Raum zu erobern, muss es sich in das Korsett digitaler Konformität zwängen lassen. Das analog entstandene Kunstwerk hat sich gefallen zu lassen, mit Kunst aus der digitalen Welt verglichen zu werden. Es wird mit denselben Algorithmen komprimiert, auf ein Mindestmaß an Auflösung reduziert, und seine einst wohl dosierten Farben haben sich der Willkür von Monitoren zu unterwerfen, deren Kalibrierung selten korrekt ist, und die, wenn es schlimm kommt, von flau, farblos oder farbstichig bis zu überdrehtem Kontrast und über jeden Sinn hinaus getriebener Sättigung reicht.

Wenn es trotz dieser Umgebung überzeugen soll, wenn es dein Image pflegen, deine Bekanntheit steigern, Kundschaft anziehen, Interessen und Interessenten wecken soll, sollte die Präsentation den Standards entsprechen, die man im Internet erwartet. Die Bedienung der Website sollte keine Rätsel aufgeben, und dennoch so originell sein, dass sie zu dir passt, und den Erwartungen deines speziellen Publikums Rechnung trägt.

Die Gefahr von Sterilität abwenden

Auch wenn die zur Präsentation von Bildern entwickelten Programme und Plugins so genannt werden: Eine Website ist keine Galerie. Allenfalls ein Katalog. Sie ist funktional und folgt der gleichen Baumstruktur wie ein Dateisystem.

Atmosphäre verleiht ihr erst das begleitende gestalterische Ambiente. Und das entspringt einem konstruktiven Prozess, dem inspirierenden Funken, der überspringt, wenn zwei Menschen, die Künstler auf ihrem jeweiligen Terrain sind, miteinander interagieren und harmonieren.

Fährmann zwischen den Welten

Ich sehe mich nicht als klassischer Webdesigner, der lediglich Templates installiert und SEO-Keywords platziert. Ich verstehe mich als Fährmann, der das, was ein künstlerisches Werk im Kern trägt, erkennt, und ins digitale Universum transportiert. Meine Herkunft, mein familiärer Hintergrund und meine mehr als vierzigjährige Berufserfahrung als Grafikdesigner und Illustrator sind dafür der Schlüssel.

Meine Wurzeln liegen eben nicht in der Softwareentwicklung, sondern in der Gestaltung von Medien. Bevor ich ins digitale Lager wechselte, war mein Arbeitsplatz von Farbe, Pinsel und Airbrush geprägt. Ich kenne das Warten darauf, dass eine Schicht trocknet; ich weiß um die Frustration, wenn ein Pinselstrich misslingt, oder ein Farbton nicht die gewünschte Tiefe erreicht. Und ich schätze die Befriedigung, die man spürt, wenn aus einer Skizze ein Werk wird, vor dem andere den Hut ziehen. Selbst Künstler zu sein ist mein wichtigstes Werkzeug.

Ich verstehe auch die Motivation hinter deinem Schaffen

Wenn wir von Haptik sprechen, dann meine ich damit, dass sie – fühlen fällt ja weg – auf der Website im Idealfall für den Betrachter optisch zu ahnen sein sollte. Macht man Texte durch Audio-Dateien hörbar und präsentiert Bücher so, dass man sieht und hört wie sie durchblättert werden, kommt man dem was ich meine ein gutes Stück näher.

Fotos vom Atelier in dem der Kunstschaffende wirkt, seine Staffelei, Spachtel und Modellierhölzer, seine Farben, Pinsel sowie der Raum, Licht und Einrichtung, in dem er agiert, tragen ebenso dazu bei. Ein Künstler stellt aus, hat Visionen und Pläne, hat Herkunft oder einschneidende Schicksalsereignisse erlebt, die ihn und seinen Drang sich zu exponieren prägen.

Das alles wird eine Website tragen, wenn man sie lässt. Als Webdesigner kann und möchte ich mich dabei der Klaviatur moderner Medien bedienen: Videos, Podcasts, PDFs, Fotos, vielleicht sogar 3D-Visualisierungen, um die Wirkung im Raum zu vermitteln; vor allem aber Reproduktionen der Exponate, die ich meine Klienten bitte, nach Möglichkeit so professionell wie möglich zu liefern. Je nach Wunsch, Notwendigkeit und räumlicher Distanz übernehme ich diese Aufgabe gerne für dich mit.

Eine digitale Plattform für deine Vision

Mein Ziel ist es, eine digitale Bühne für dich zu schaffen, die deine künstlerische Identität prägnant herausstellt. Eine Präsenz, die technisch einwandfrei, suchmaschinenoptimiert und benutzerfreundlich ist – aber vor allem eine, die sich richtig anfühlt.

Fazit

Lass uns gemeinsam dafür sorgen, dass der Sprung vom Pinsel zum Pixel kein Verlust an Tiefe ist, sondern eine Ergänzung deiner Ausdruckskraft. Lass uns deine Kunst in den digitalen Raum tragen, ohne ihre Seele am Ausgang des Ateliers zu verlieren.

Komm an Bord meiner Fähre

Lass uns den Dialog starten. Ein erster Austausch, ganz unverbindlich, legt den Grundstein für unsere gemeinsame Überfahrt. Schreib mir einfach eine Mail oder ruf mich an. Ich freue mich darauf, deine Vision kennenzulernen und gemeinsam mit dir die Brücke zwischen Pinsel und Pixel zu schlagen.

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