Souverän fahren

Motorradtrainer Alois Rausch beim BremstrainingDem Familienunternehmen Motorrad Sicherheitsschule Alois Rausch bin ich seit bald zwanzig Jahren freundschaftlich verbunden. Das begann mit einigen Sicherheitstrainings, die ich absolvierte, um mich erfolgreich in die Kunst des Motorradfahrens einweisen zu lassen und setzte sich mit der Teilnahme an Veranstaltungen dieses Unternehmens auf der Rennstrecke in Rijeka und unvergesslichen Enduro-Erlebnissen in Spanien fort. Das über alle Jahre ungebrochen emotionale und verantwortungsbewusste Engagement mit dem Alois Rausch sein Wissen vermittelt, sowie die in seinen Trainings unmittelbar erfahrbaren Erkenntnisse, die er seinen Teilnehmern mitgibt, hatten mich in kritischen Fahrsituationen nicht nur einmal vor Verletzungen oder gar schlimmerem bewahrt.

Die Idee vom dynamischen Foto

Dynamik im Bild: Motorradfahrer beim Fahrsicherheitstraining - Schräglagentraining

Natürlich hatte ich meine Erlebnisse mit Alois Rausch in unzähligen scharf durchgezeichneten Fotos dokumentiert, von denen einige in den Prospekten, die ich mit ihm gemeinschaftlich gestaltete, ihren werbenden Niederschlag fanden. Was ich aber bis dato nie in dieser Konsequenz versucht hatte, war, den eigentlichen Kern, die Dynamik der Bewegungen und die emotionalen Momente, die beim Motorrad Sicherheitstraining erlebt werden, auf künstlerische Weise plakativ zu machen. Obwohl es im Vorfeld offen war, was dabei herauskommen würde, war der Inhaber von meiner Idee, dies anhand regulärer Trainingsveranstaltungen zu versuchen, sofort begeistert.

Impressionistische Ergebnisse mit Werbeaussage

Slowspeed: Trainierender Motorradfahrer im Lederkombi von DaineseDie erzielten Ergebnisse erheben nicht den Anspruch, die Realität des Trainingsangebotes zu dokumentieren. Stattdessen schälen sie das was vor der Kamera passiert aus der Wirklichkeit heraus, rütteln es durch, und übertragen je nach angewandter Belichtungszeit, Objektabstand und Geschwindigkeit mehrere Zustände des Geschehens gleichzeitig auf den Fotosensor. Dabei werden Personen und Gegenstände in malerischer Weise verfremdet, bis sie sich in extremen Fällen in impressionistischer Unkenntlichkeit auflösen.

Dennoch bleiben in vielen Fällen die Logos und Typenbezeichnungen involvierter Marken wie durch Zauberhand erhalten. Achten Sie darauf, wie fokussiert trotz der Wisch- und Verwackelungseffekte das Logo des Veranstalters MS² erscheint. Auch die Marken der Motorradhersteller Honda, Ducati oder BMW sowie das des Motorradbekleidungsunternehmens Dainese sind erkennbar, obwohl diesbezüglich nicht durch Bildbearbeitung nachgeholfen wurde, was sich natürlich ergänzend leicht machen ließe.

Bewegungsunschärfe?

Alois Rausch demonstriert die Dynamik eines Bewegungsablaufs während einer BergauffahrtDer Begriff Bewegungsunschärfe muss hinsichtlich dieser Aufnahmen relativiert werden. Denn im Grunde handelt es sich nicht um Unschärfe im Sinne einer Defokussierung, sondern um eine Überlagerung unzähliger Doppelbelichtungen in einer einzigen Aufnahme, die je nach Kameraführung mit der Bewegung des Motives harmonisieren oder partiell davon abweichen.

Surrealer Bildeindruck

Im Vergleich zu dokumentarischen oder geschönt werblichen Fotos, von denen es ja reichlich gibt und zu denen ständig neue dazu kommen, überzeugt diese Art der Fotografie nicht durch Detailtreue. Ihr surrealer Charakter erzeugt allerdings viel spontane Aufmerksamkeit auf die fokussierten Tätigkeiten sowie den Spaß, die Dynamik und die Emotionalität, die, wie in diesen Beispielen zu sehen ist, vom Fahrertraining bei der MS² ausgehen.

Geländetraining

Die Trainingsteilnehmer üben mit leichten Geländemotorrädern auf einem speziellen Freigelände elementare Bewegungsabläufe und Körperhaltungen, wie sie das sichere Manövrieren eines Motorrades bei langsamer Fahrt erfordert. Dazu gehören Trail-Stops und das Wenden am Lenkeinschlag.

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Schräglagentraining

Die Teilnehmer üben auf speziell für diesen Zweck präparierten Motorrädern die passenden Körperhaltungen für das Durchfahren von Kurven in unterschiedlichen Geschwindigkeiten und Schräglagen. Es wird das zweckmäßige Hineinsehen in die Kurve geübt und je nach Anspruch der Teilnehmenden auch das Fahren an der Haftungsgrenze der Reifen bis zum bewusst herbeigeführten Sturz. Dabei verhindern die Schutzschilde und Stützräder der Trainingsmotorräder, die je nach Bedarf montiert werden, das Verletzungsrisiko annähernd auf null.

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Bremstraining

Nach eingehend fachkundiger Einweisung erfahren die Teilnehmer auf einem geeigneten Fahrbahnabschnitt nahe Steinhöring wie man seinen individuellen Bremsweg ermittelt, die richtige Körperhaltung bei einer Vollbremsung einnimmt und wie man sich in Notsituationen verhält.

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